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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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sein Benehmen leiten könnte. In diesem Falle hätte ich be-dauert, auf Geldstrafe statt der Verbannung angetragen zuhaben. Aber diese Zeit ist vorüber, und es ist neues, für EureMajestät, für Eucrn königlichen Erben und das ganze König-reich gefahrvolles Unheil geschehen."

Was meint Ihr, Robin?" sagte der schwache König.Bei dem Grabe unsrer Eltern! bei der Seele Bruce's, unseresunsterblichen Ahnen! ich beschwöre Dich, mein theuerster Bru-der, Mitleid mit mir zu haben. Sage mir, welches Uebeldroht meinem Sohne oder meinem Königreiche?"

Das Gesicht des Königs, vor Beforgniß zitternd, undseine Augen, von Thränen gefeuchtet, waren auf seinen Bru-der gerichtet, welcher sich Zeit zur Ueberlegung zu nehmenschien, eh' er erwiderte:

Mylord, die Gefahr liegt hier- Eure Majestät glaubt,der Prinz habe keinen Theil an diesem zweiten Angriffe gegendie Bürger von Perthden Mord des gemeinen Strumpf.Wirkers, um dessen Tod sie schreien wie ein Schwarm Mövenum ihren Kameraden, wenn eine von der lärmenden Brutvom Pfeil eines Knaben niedergestreckt ist."

Ihr Leben," sagte der König,ist ihnen selbst und ihrenFreunden theuer, Robin."

Gewiß, ja, mein König; und sie machen es auch unstheuer, ehe wir uns wegen des geringsten Blutstropfens mitden Schuften verständigen können. Aber, wie ich sagte,Eure Majestät glaubt, der Prinz habe keinen Theil an diesemletzten Mord; ich will nicht versuchen, Euern Glauben indiesem zarten Punkte zu erschüttern, sondern ich will mich be-mühen, Euern Glauben zu theilen. Eure Meinung ist für michRichtschnur. Robert von Albany wird nie anders denken, alsRobert vom großen Schottland."

Mädch. v. Perth. II.

II