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den von ihm als glorreiche Gelegenheit wäre begrüßt worden,sich im Angesicht von Hof und Stadt auszuzeichnen. Er wußiewohl, daß unter Pater Clemens' Leitung Katharina das Got-tesgericht durch Zweikampf eher für eine Beleidigung der Re-ligion. als für eine Berufung auf die Gottheit halten und cSkeineswegs als vernünftig anerkennen würde, daß man sichauf die Stärke des Armes oder die Waffengewalt als einenBeweis sittlicher Schuld oder Unschuld verlasse. Er hattedaher von ihrer eigenthümlichen, durch ihre Feinheit über dieZeit, in der sie lebte, erhabenen Meinung in dieser Angele-genheit viel zu fürchten.
Während ihn diese streitenden Gefühle schmerzlich berühr-ten, trat Magdalena, die Wiitwe des gemordeten Mannes, inden Gerichtssaal, in einen Trauerschleier gehüllt und begleitetund geführt von fünf oder sechs guten (d. h. achtbaren) Frauen,in dasselbe Trauergewand gekleidet. Eine ihrer Begleiterinnenhielt ein Kind auf den Armen, das letzte Pfand von des ar-men Oliver ehelicher Liede. Eine andere führte ein kleines,trippelndes Geschöpf von etwa zwei Jahren, welches mit Stau-nen und Furcht bald auf die schwarze Kleidung, in die man«s gehüllt hatte, bald auf die Scene um sich her sah.
Die Versammlung erhob sich, um die Gruppe zu empfan-gen, und begrüßte sie mit dem Ausdrucke des tiefsten Mitge-fühls, was Magdalena, obwohl die Gattin des armen Oli-ver, mit einer Würde erwiderte, tie sie vielleicht von demUebermaß ihres Schmerzes entlehnte- Sir Patrick Charteristrat hierauf vor und nahm mit der Artigkeit eines Rittersgegen eine Frau und eines BescbützerS gegen eine unglückliche,gekränkte Wittwe die Hand des armen Weibes, indem er ihrkurz erklärte, wie die Stadt die gehörige Rache für den Mordihres Gatten verfolgen würde.