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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Gottesgericht freie Wahl der Ordalien. Verweigert er aberBeides, so wird er für schuldig gehalten und bestraft "

Die weisen Herren des Raths waren einmüthiq der Mei-nung des Oberrichters und Stadtschreibers und beschlossen inaller Förmlichkeit, den König, als Herrn des Rechtes, zu bitten,daß man den Mord ihres Mitbürgers der alten Sitte gemäßuntersuchen dürfe, die nothwendig bei Mordthaten die Wahr-heit an's Licht bringen mußte, eine Meinung, die bis gegendas Ende des siebzehnten Jahrhunderts als ausgemacht galt-Aber bevor die Versammlung auseinander ging, hielt BailieCraigdallie noch für nöthig, zu fragen, wer der Kämpe derMagda oder Magdalene Proudfute und ihrer Kinder sein solle.

Das bedarf nicht vieler Fragen," sagte Sir Patrick Char-teriszwir sind Männer und tragen Schwerter, die Jedemvon uns über'm Kopfe zerbrochen werden sollten, der sie nichtzum Besten der Witiwe und Waisen unsers ermordeten Mitbür-ger» und zu muthiger Rache seines Todes ziehen wollte. WennSir John Ramorny selbst die Untersuchung übel aufnimmt, sowird Patrick Charteris von Kinfaus auf Leben und Tod mitihm kämpfen, so lange Mann und Roß stehen und Lanze undKlinge halten- Ist aber der Ausforderer bürgerlichen Standes,so ist's billig, daß Magdalena Proudfute ihren Kämpen unterden tapfersten Bürgern von Perth wähle, und Schmach undSchande brächt' es der guten Stadt für immer, wenn sie Ei-nen fände, der Verräther und Feigling genug wäre, nein zusagen. Bringt sie hierher, daß sie ihre Wahl treffe."

Harry Schmied hörte dies mit einer traurigen Ahnung,daß des armen Weibes Wahl auf ihn fallen und daß seine ncu-liche Versöhnung mit der Geliebten vernichtet werden würde,indem er sich in einen neuen Streit cinließ, dem zu entgehener kein ehrenvolles Mittel sah und der unter anderen Umstän-