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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Es ist schwer für mich, Dir zu rathen, Harry," fassteSimon;aber das muß ich Dich fragen: habt Ihr, oder habtIhr nicht Grund zu glauben, daß dieser arme unglücklicheOliver für Euch angesehen worden ist?"

Ich fürcht' es nur zu sehr," sagte Harry.Man hieltihn mir etwas ähnlich, und der arme Narr hatte sich bemüht,meine Geberden und meinen Gang nachzuäffen, ja, selbst dieWeisen, die ich zu pfeifen pflege, um dadurch eine Achnlich-keit zu erhöhen, die ihm theuer zu stehen gekommen ist. Ichhabe Widersacher genug, in der Stadt wie auf dem Lande,die mir nachstellen können; und er hatte, denk ich, keine."

Nun, Harry, ich weiß nicht, ob meine Tochter nicht be-leidigt sein wird. Sie hat viel mit Pater Clemens verkehrtund hat Begriffe über Frieden und Vergebung empfangen, die,wie mich dünkt, schlecht für ein Land passen, wo die Gesetzeuns nicht schützen können, wenn wir nicht den Muth haben,uns selber zu schützen. Wenn Ihr Euch zu dem Kampfe ent-schließt, sv will ich mein Bestes thun, sie zu überreden, daßsie die Sache betrachtet, wie die übrigen Weiber in der Stadt;und seid Ihr entschlossen, die Sache ruhen zu lassen bleibtder Mann ungerächt, der sein Leben für Euch verloren hat die Wittwc und die Waisen ohne Ersatz für den Verlusteines Gatten und Vaters nun, so will ich gerecht gegenEuch sein und denken, daß ich Euch wenigstens wegen EurerGeduld nicht geringer achten darf, da sie der Liebe zu meinerTochter entsprang. Aber, Harry, wir müssen uns in diesemFalle aus der lustigen St. Johnston entfernen, denn hier wer-den wir nur eine entehrte Familie sein."

Harry seufzte tief und schwieg einen Augenblick, dann er-widerte er:Ich möchte lieber todt, als entehrt sein, und soll?ich sie auch nie Wiedersehen!? es gestern Abend gewesen,