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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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so war' ich dem Besten jener Kriegsleute so freudig begegnet,als ich je bei einem Maibaum tanzte. Aber heute, wo siezum ersten Male sich benahm, als spräche sie:Harry Schmied,ich liebe dich!" Vater Glover, es ist sehr hart- Doch es istAlles meine eigne Schuld! Dieser arme, unglückliche Oliver!ich hält' ihm den Schutz meines Daches gewähren sollen, alser mich in seiner Todesangst darum bat; oder wär' ich mitihm gegangen, dann hätt' ich sein Schicksal verhindert odergetdeilt. Aber ich höhnte ihn, lachte ihn aus, überhäufte ihnmit Schmähungen, obwohl die Heiligen wissen, daß ich sie nurim Aerger der Ungeduld aussprach. Ich trieb ihn aus meinemHause, da ich wußte, er sei hilflos, um dem Schicksal entge-genzugehen, welches vielleicht mir zugedacht war. Ich mußihn rächen oder auf ewig entehrt sein. Seht, Vater manhat mich einen Mann genannt, der so hart wie der Stahl,worin ich arbeite. Weint Stahl je Thränen, gleich diesen? Schande für mich, daß ich sie vergieße!"

Es ist keine Schande, mein theuerster Sohn," sagte Si-mon;Du bist so mild, als tapfer, und ich habe das stetsgewußt. Es gibt noch eine Auskunft für uns. Es wird viel-leicht Niemand entdeckt, auf dem ein Verdacht haftet, undwenn kein solcher gefunden wird, kann der Zweikampf nichtstattfinden. Es ist ein arges Ding, zu wünschen, daß un-schuldig Blut nicht gerächt werde. Aber wenn der Vollbrin-ger des schändlichen Mordes für jetzt verborgen bleibt, so wirstDu mit dem Geschäft verschont, die Rache zu suchen, die derHimmel sicherlich zur gehörigen Zeit nehmen wird."

Während sie so sprachen, langten sie auf dem Punkte derHighstreet an, wo das Rathhaus lag. Als sie die Thür erreich-ten und sich Bahn durch die Menge machten, welche die Straßeerfüllte, fanden sie die Zugänge durch eine auserlesene Schaar