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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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serer weisesten Räthe, daß der Hieb Dir zugedacht war, unddaß es Dir zukommt, die gehörige Rache für unfern Mitbür-ger zu nehmen, der den Tod erlitt, den man Dir zugedachthatte."

Der Schmied schwieg eine Zeitlang. Sie hatten nun denGarten verlassen und wandelten in einem einsamen Gäßchen,durch welches sie sich dem Rathhause nähern wollten, ohneder Beobachtung oder müßigen Fragen ausgesetzt zu sein.

Du schweigst, mein Sohn, und doch haben wir Zwei vielzu sprechen," sagte Simon Glover.Bedenke, daß die vcr-wittwete Frau Magdalene, wenn sie Grund hat, Jemand desUnrechts, das ihr und ihren Waisen geschehen ist, zu zeihen,ihr Recht nach Sitte und Herkommen durch einen Kämpen be-haupten muß. Denn wer der Mörder auch sei, wir wissen ge-nug von dem Gefolge dieser Edcln, um versichert zu sein, daßder Verdächtige sich auf den Zweikampf berufen wird, vielleichtin Verspottung derer, die sie die feigen Bürger nennen. Solang' wir Männer sind mit Blut in unseren Adern, darf diesnicht geschehen, Harry' Wynd."

Ich sehe, wohin Ihr mich ziehen wollt, Vater," antwor-tete Harry niedergeschlagen;und St. John weiß, ich habeeinen Ruf zur Schlacht so gern gehört, als ein Kriegsroß jedie Trompete. Ader bedenkt, Vater, wie ich Katharinens Gunstöfters verlor, und fast verzweifeln mußte, sie wiederzugewinnen,weil ich, so zu sagen, zu schnell fertig mit meinen Händen bin.Jetzt ist all' unser Streit zu Ende und die Hoffnungen, dieheute Morgen nach menschlichem Denken gar zu weit lagen,stehen näher'und glänzender, als je; muß ich nun, mit demVersöhnungskuß der Theurcn auf den Lippen, mich von Neuemin Gewaltthat stürzen, was sie, wie Ihr wohl wißt, auf'sSchwerste beleidigen wird?"