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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
125
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sicht herabhängt, in diesem Anzug, die man Euch das schoneMädchen von Perth nennt? Herrgott, aber sie ist schonauf der Straße, komme was da wolle, und der alte Glovcrwird so toll sein, als hätt' ich sie mit Gewalt mir nichts dirnichts zurückhalten können. Das ist ein schöner Aschermitt-wochmorgen! Was soll man ansangen? Wenn ich meinenMeister unter der Menge suchen wollte, so könnte ich im Ge-tümmel ertreten werden und man würde um das alte Weibwenig Jammer erheben. Und soll ich Katharinen nachlaufen,die mir lange aus den Augen und viel leichter zu Fuße ist,als ich? So will ich lieber hinaus zum Barbier Nicol unddem die Geschichte erzählen."

Während die wackere Dorethee ihren klugen Entschluß zurAusführung brachte, lief Katharina durch die Straßen vonPerth auf eine Weise, wodurch sie in jedem andern Augenblickdie Aufmerksamkeit Aller auf sich gezogen hätte, welche sie mitunbedachter Heftigkeit eilen sahen, verwirrt und ganz ohne dengewohnten ruhigen Anstand des Ganges und Benehmens undohne Plaid, Schürze oder Mantel, welchegute Frauen" vonanständigem Ruf und ehrbarem Stande immer trugen, wennsie ausgingen. Aber im allgemeinen Schrecken, da sie Alle nachder Ursache des Tumultes forschten oder dieselbe erzählten,während die Meisten sie verschieden angaben, machte die Nach-lässigkeit ihrer Kleidung und der Mangel an Fassung auf Nie-mand Eindruck, und man ließ sie auf dem gewählten Pfade fort-eilcn, ohne sie mehr als die übrigen Weiber zu bemerken, die, vonängstlicher Neugier oder Furcht getrieben, gekommen waren, umnach der Ursache des allgemeinen Lärms zu fragen vielleichtum Freunde zu suchen, für deren Sicherheit sie besorgt waren.

Während Katharina ihren Weg verfolgte, empfand sie denganzen seltsamen Einfluß der aufregenden Scene, und nur