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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
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machtet so viel Wesens darum, daß er eine Sängerin beglei-tet, wie wenn er mit einer Jüdin gegangen wäre!"

, Dorothee würde noch lange fortgefahren haben, aber ihrHerr rief seiner Tochter, die noch in ihrem eignen Gemach war,zu:Es ist Unsinn, Katharina, nur das Geschwätz eineralten Thörin. So Etwas ist nicht geschehen. Ich will Dirsogleich die Wahrheit bringen;" und seinen Stab ergreifend,eilte der alte Mann an Dorothee vorüber hinaus auf dieStraße, wo das Gedränge des Volks sich nach der Highstreetbewegte. Dorothee murmelte inzwischen zu sich selbst:DeinVater ist ein kluger Mann, nimm sein eignes Wort dafür.Er wird bald mit einem Schaden aus dem Getümmel kom-men, und dann wtrb's heißen, Dorothee, gib Leinwand, Do-rothee, streiche das Pflaster; aber jetzt ist's nichts als Unsinn,Lüge, Unmöglichkeit, was aus Dorotheens Munde kommenkann. Unmöglich! Meint der alte Mann, Harry SchmiedsKopf sei so hart wie sein Ambos und ein ganzer Hochländer-clan könne drauf klopfen?"

Hier ward sic durch eine Engelsgestalt unterbrochen, dieaber mit irren, .verstörten Augen, todtenbleicher Wange, auf-gelöstem Haar und in fast bewußtlosem Zustande erschien unddie Alte aus ihrer mißvergnügten Laune aufschreckte.

Unsre liebe Frau behüte mein Kind!" sagte sie.Warumseht Ihr so verstört aus?"

Sagtet Ihr nicht, es sei Jemand todt?" sagte Katha-rina, mit einer ängstlichen Unsicherheit der Sprache, wie wennsie die Organe der Rede und des Gehörs nur unvollkommenin der Gewalt hätte.

Todt, freilich! Ja, ja, todt genug; Ihr werdet ihn nichtnoch ei» Mal betrüben können "

Todt!" wiederholte Katharina, mit derselben Unsicherheit