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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
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121
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den, lieben sie die Aufmerksamkeit, die eine tragische Geschichtedem Erzähler sichert, und freuen sich vielleicht der Gleichheit,in welche das Mißgeschick die, welche sonst über ihnen stehen,auf eine Zeit lang mit ihnen setzt. Dorothee hatte kaum einkleines Bündel der draußen umherfliegenden Gerüchte zusam-mengerafft, als sie in ihres Meisters Schlafgemach sprang,der das Privilegium des Alters und des Festtags benutzte,um länger als gewöhnlich zu schlafen.

Da liegt er, der wackere Mann!" sagte Dorothee halbschreiend, halb im kläglichen Tone des Mitgefühls,daliegt er; sein bester Freund ist erschlagen und er weiß so we-nig davon, wie das neugeborene Kind, das Leben von Todnicht zu unterscheiden versteht "

WaS gibt's?" sagte der Handschuhmacher, im Bett em-porfahrend,was gibt es, Alte? ist meine Tochter wohl?"

Alte!" sagte Dorothee, die, nachdem sic den Fisch amHaken hatte, ihn ein Bischen zappeln lassen wollte.Ich binnicht so alt," sagte sie, aus dem Gemach springend,um andem Orte zu bleiben, wo ein Mann unangekleidct aus demBette steigt"

Und sogleich hörte man sie in der Ferne unten im Wohn-gemach melodisch zum Scharren ihres Besens singen.

Dorothee Nachteule Teufel, sage nur, ob meineTochter wohl ist!"

Ich bin wohl, mein Vater!" antwortete das schöne Mäd-chen von Perth, aus ihrem Schlafgemach rufend:vollkommenwohl; was gibt es aber, um unserer lieben Frau willen?Die Glocken läuten rückwärts und auf den Straßen ist Ge-schrei und Lärm."

Ich will den Grund sogleich hören. Schnell, Conachar,binde mir sogleich die Bänder ach, ich vergaß, der Hoch-