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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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was er über die blutige That des Meuchelmörders undeutlichgehört hatte, verlöscht worden waren. Um seines Vaterswillen griff er mit seinem eigenen Gefolge zu den Waffen,welches in glänzender Rüstung, die Lanzen in den Händen,ein ganz anderes Ansehen hatte, als in vergangener Nacht,wo sie als berauschte Bacchusvcrehrer erschienen. Der gutealte Monarch empfing dies Zeichen kindlicher Liebe und Dank-barkeit und zeigte stolz seinen Sohn dem bald nachher eintrk-tenden Herzog von Albany. Er ergriff Jeden bei der Hand-

Wir find nun hier drei Stuarts," sagte er,so unzer-trennlich wie das heilige Kleeblatt; und da man sagt, werdies heilige Kraut trage, könne dem Zaubertrug spotten, sokönnen wir, so lange wir einander treu find, der Bosheit undFeindschaft Trotz bieten."

Der Bruder und der Sohn küßten die freundliche Hand,die die ihrigen drückte, während Robert sein Vertrauen aufihre Liebe ausdrückte. Der Kuß des Jünglings war diesmalaufrichtig gemeint; der des Bruders war der Kuß des ab-trünnigen Judas.

Inzwischen setzte die Glocke der St. Johanniskirche unterAndern auch die Bewohner der Curfewstraße in Bewegung.Im Hause Simon Glovers war die alte Dorothee Glover,wie man fie nannte (denn auch sie entlehnte den Namen vondem Geschäft, welches sie unter ihres Herrn Auspicien trieb),die Erste, die den Lärm vernahm. Obgleich sie gewöhnlichetwas taub war, so blieb doch ihr Ohr immer für schlimmeNeuigkeiten so scharf, als der Geruch eines Geiers für dasAas; denn Dorothee, sonst ein treues, fleißiges und selbstliebevolles Wesen, hatte den starken Hang, traurige Gerüchtezu sammeln und auszubreiten, der sich unter den niederenKlaffen so häufig findet. Wenig gewohnt, angehört zu wer-