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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
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114
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Achtzehntes Kapitel.

Ein blutig Land, wo kein Gesetz das Leben sichert.

Byron.

Der Morgen des Aschermittwoch begann kalt und bleich,wie gewöhnlich zu solcher Jahreszeit i» Schottland, wo dasschlechteste und unfreundlichste Wetter oft in ven Frühlingö-monden eintritt. Es war ein frostiger Tag und die Bürgerhatten die Folgen der Schwelgerei des vorigen Festtags zuverschlafen. Die Sonne stand daher bereits seit einer Stundeam Horizonte, eh' sich das Leben allgemein unter den Bewoh-nern von Perth regte, so daß es einige Zeit nach Tagesan-bruch geschah, daß ein Bürger, der zur Frühmesse ging, desunglücklichen Proudsute Körper auf dem Gesicht über'm Rinn-stein liegen sah, ganz in der Lage, wie er (unsre Leser errie-then dies bereits) unter dem Streiche Anthony Bonthrons,desGürtelburschen", d. h. des Vollstreckers der Befehle SirJohn Ramorny's, gefallen war.

Dieser frühmuntere Bürger war Allan Greif, so genannt,weil er Herr der Greifschenke war; und der Lärm, den er er-hob, führte bald schlaftrunkene Nachbarn und allmälig einenAuflauf von Bürgern zusammen. Anfangs erhob sich, wegendes wohlbekannten Büffelwamses und der rothen Feder auf derBlechhaube, ein Geschrei, der tapfere Schmied liege dort er-schlagen. Dies falsche Gerücht erhielt sich eine Weile; denn