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den Schatten der Königin Annabella neben seinem Bette stehenund den einfachen, tugendhaften und unschuldigen Jünglingihm abfordern zu sehen, den ste ihm als solchen anvertrauthatte.
„Du hast ihn leichtsinnig, lüderlich und lasterhaft gemacht,"sagte der Schatten der bleichen Majestät. „Aber ich dankeDir, John von Ramorny, der Du undankbar gegen mich,treulos Deinem Wort und verrätherisch meinen Hoffnungenbist. Dein Haß soll dem Ucbel entgegenarbeiten, das DeineFreundschaft anrichtete. Und wohl hoffe ich, daß, nun Dunicht mehr sein Rathgeber bist, eine herbe Strafe auf Erdenmeinem unglücklichen Kinde Gnade und Aufnahme in einerbessern Welt gewähren werde."
Ramorny streckte die Arme nach seiner Wohlthäterin ausund bemühte sich, Zerknirschung und Reue zu äußern; aberdie Miene der Erscheinung ward immer düsterer und ernster,bis es nicht mehr die der verstorbenen Königin war, sonderndas finstere und stolze Gesicht des schwarzen Douglas dar-stellte — dann das schüchterne und kummervolle Antlitz KönigRoberts, der über die nahende Endschaft seines königlichenHauses zu trauern schien — und endlich eine Gruppe phan-,tastischer Gesichter, theils häßlich, theils lächerlich, die sich inunnatürliche und abenteuerliche Formen verzerrten und ver-wandelten, als spotteten sie seines Bemühens, einen genauenBegriff ihrer Zöge zu erlangen.
Mädch. v. Perth. II.
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