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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
112
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tern find; und wenn der Wein die Oberhand erhielte, möchteich ihnen eine offene Meinung sagen und mit so viel Stöckenbezahlt werden, als Leute in der guten Gesellschaft find."

Also bist Du entschlossen, nie einem der Gelage unsersHauses beizuwohnen?"

«Mit Eurer Gunst, allerdings; wenn Eure Hoheit nichtetwa will, daß die Uebrigen Eures Gefolges einen Tag nüch-tern bleiben, damit sich Will WatkinS einmal ohne Lebens-gefahr betrinken kann."

Solch eine Gelegenheit kann sich finden. Wo dienestDu, Watkinö?"

Im Stall, mit Eurer Erlaubniß."

Unser Kämmerer soll Dich als Ieoman der Nachtwachein's Haus aufnehmen. Du gefällst mir und eS ist gut, einennüchternen Burschen im Hause zu haben, wenn er's auch nurwegen Furcht vor'm Tode ist. Bleib daher unserer Personnahe, und Nüchternheit wirst Du als eine einträgliche Tugendkennen lernen."

Inzwischen ward den Leiden des Krankenzimmers Sir JohnRamornp's eine Last von Sorge und Furcht zugescllt. SeineBetrachtungen, verwirrt durch das Opiat, geriethen in großeUnruhe, als der Prinz, in dessen Gegenwart er dieselbe mitGewalt bezwungen, das Gemach verlassen hatte. Sein Ver-stand, den er während des Gespräches vollkommen besessen hatte,verließ ihn plötzlich. Er träumte verwirrt, daß er in großerGefahr sei, da der Prinz sein Feind geworden war und er ihmein Gehcimniß anvertraut hatte, das ihm das Leben kostenkonnte. In dieser Lage des Leibes und der Seele ist es keinWunder, daß seine Träume schreckhaft wurden, oder vielmehrsein kranker Geist die phantasmagorischen Gestalten sah, diedurch häufigen Gebrauch des Opiums erregt werden. Er glaubte