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Pförtner das Thor öffnen, wie wenn er jetzt erst die nächtli-chen Gäste erkannt hätte.
„Treuloser Sklave eines untreuen Herrn!" sagte der Prinz.„Wo ist unser pflichtvergessener Unterthan, Sir John Ramorny,der unserm Rufe nicht gehorcht hat ?"
„Mylord," sagte Eviot, sich zugleich in Rücksicht auf diewirkliche, wie auf die angenommene Würde des Anführers ver-beugend ; — „mein Herr ist gerade jetzt sehr unwohl — er hateinen Schlaftrunk genommen — und — Eure Hoheit muß michentschuldigen, wenn ich meine Pflicht erfülle, indem ich sage, erkann ohne Lebensgefahr für ihn nicht gesprochen werden."
„Still! rede mir nicht von Gefahr, Herr Teviot — Che-viot — Eviot — wie heißt Ihr doch? — aber zeige mir Dei-nes Herrn Gemach, oder vielmehr öffne mir die Thür seinerWohnung, und ick werde mich schon selber zurechtfinden. —Tragt die Kürbißflasch hoch, meine wackeren Gefährten, undseht zu, daß Ihr keinen Tropfen des Getränkes verschüttet,welches der große Bacchus uns gesendet hat, um alle Krank-heiten des Leibes und Sorgen des Gemüthö zu heilen. Bringtsie vorwärts, sag' ich, und laßt uns das heilige Gefäß sehen,welches so köstliche Flüssigkeit einschließt."
Der Prinz trat somit in das Haus und eilte, mit demInnern bekannt, die Stufen empor, gefolgt von Eviot, der ver-geblich um Ruhe bat, und so stürzte er mit den übrigenSchwärmern ins Gemach des verwundeten Herrn der Wohnung.
Wer es selber erfahren hat, trotz folternden Körperschmerzesmittelst eines starken Opiats zum Schlaf gezwungen zu sein,bis er durch Lärm und Gewalt aus dem unnatürlichen Zustandeder Empfindungslosigkeit erweckt ward, in welchen ihn dieMacht der Arznei gebracht hatte, kann im Stande sein, denverwirrten und unruhvollen Gemüthszustand Sir John Ramor-