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er seine melancholische Einsamkeit hatte stören lassen, indem erBefürchtungen theilte, die doch, wie er denken konnte, bei sei-nem furchtsamen Mitbürger so leicht zu erregen waren.
„Wie nun?" sagte er katt genug, als er den Strumpf-wirker ruhig an seinem Herde sitzen sah. „Was find das fürthörichte Possen, Meister Oliver? — ich sehe Niemand in derNähe, der Euch Etwas zu Leide thun will."
„Gib mir was zu trinken, guter Gevatter," sagte Oliver,„ich bin von der Eile erschöpft, mit der ich hierher zu kom-men suchte."
„Ich habe geschworen," sagte Harry, „daß dies keine lustigeNacht in diesem Hause sein soll — ich bin in meinen Werkel-tagskleidern, wie Ihr seht, und halte Fasten, wozu ich gutenGrund habe, statt des Festes» Ihr habt genug getrunken fürden Festabend, denn die Zunge ist Euch bereits schwer. WennIhr noch mehr Bier oder Wein wollt, müßt Ihr anderswohingehen."
„Ich habe schon mehr als genug gehabt," sagte der armeOliver, „und wäre fast darin ersäuft worden. — Die verfluchteKürbißflasche! — einen Trunk Wasser, guter Gevatter! —Darum laßt Ihr mich doch nicht umsonst bitten? oder, wennIhr wollt, einen Becher Dünnbier."
Nun, wenn das Alles ist," sagte Harry, „das soll nichtfehlen. Aber es muß viel gewesen sein, was Dich dahin brachte,um solchen Trank zu bitten."
So sprechend füllte er eine Quartflasche aus einem Fasse,das in der Nähe stand, und setzte sie seinem Gaste vor. Olivernahm sie sogleich, führte sie mit zitternder Hand zum Munde,und schlürfte den Inhalt mit Lippen, die vor Aufregung beb-ten, und obwohl das Getränk so dünn war, als er verlangthatte, so war er doch so erschöpft von der Furcht wegen An-
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