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er sich nach der hohen oder Hauptstraße wandte, hörte er ei-nen musikalischen Akkord, begleitet von einem lauten Jubel,in der Nähe.
„Meine lustigen Genossen, die Mohrentänzer," darbte er;„ich kenne des alten Jeremias Geige unter hundert andern.Ich will mich über die Straße wagen, eh' sie -erankommen —wenn man mich erspäht, werden sie denken, ich habe ein be-sonderes Abenteuer, und das wird meine Ehre als wackrerRaufbold erhöhen."
Mit diesem Verlangen nach Auszeichnung unter den Fröh-lichen und Tapfern, welches jedoch im Innern klügere Betrach-tungen bekämpften, machte der Strumpfwirker einen Versuch,über die Straße zu gehen. Aber die Nachtschwärmer, wer sieauch sein mochten, waren von Fackeln begleitet, deren Licht aufOlivicr siel, dessen hellfarbiges Kleid ihn um so leichter sichtbarmachte. Der allgemeine Ruf: „Ein Fang! ein Fang!" über-täubte den Gesang des Minstrels, und bevor der Strumpfwirkerentscheiden konnte, ob es besser sei, zu stehen oder zu fliehen,ergriffen ihn zwei gewandte junge Männer, gehüllt in phan-tastische Maskengewänder, wilde Menschen vorstellend und großeKeulen tragend, die in tragischem Tone sagten: „Ergib Dich,Mann der Schellen und des Bombasts; ergib Dich auf Gnad'und Ungnade, oder Du bist nur ein todter Mohrentänzer."
„Wem soll ich mich ergeben?" sagte der Strumpfwirkermit bebender Stimme; denn obwohl er sah, daß er's mit ei-ner Gesellschaft Masken zu thun batte, welche nur Vergnü-gen suchten, so bemerkte er doch zu gleicher Zeit, daß sie weitüber seinem Stande waren, und er verlor die Kühnheit, dienöthig war, seine Rolle in einem Spiele zu unterstützen, wo-bei der Schwächere wahrscheinlich am schlechtesten wegkommenmußte.