Februarnacht über die Folgen von des Handschuhmachers un-gezähmtem Zorne nachzudenken.
„Aber er ist nichts," dachte er bei sich, »gegen den ZornHarry Wynds, der einen Menschen um weit Geringeres ge-lobtet hat, als die Erregung von Zwiespalt zwischen ihm undKatharina, sowie dem hitzigen alten Vater- Gewiß, ich hättelieber Alles leugnen sollen. Aber die Lust, als ein gewandterGalan zu erscheinen, — der ich in der That bin — überwäl-tigte mich. Thu' ich gut, im Greif das Fest zu beschließen?Magda wird lärmen, wenn ich nach Hause komme. Doch,heut' ist ja Fastnacht, da darf ich mir schon was erlauben.Da fällt mir ein guter Gedanke bei: ich gehe nicht zum Greif,ich will mich zum Schmied begeben; er muß daheim sein, daihn heut' noch Niemand gesehen hat. Ich will Frieden mitihm zu machen suchen und ihm meine Vermittelung beimHandschuhmacher antragen. Harry ist ein ehrlicher, geraderBursch, und obwohl ich gestehen muß, daß er bei einem Tu-mult tüchtiger ist, als ich, so kann ich doch im Wortstreitmachen, was ich will- — Die Straßen sind jetzt ruhig, dieNacht ist finster und ich verberge mich leicht, wenn mir Je-mand begegnet. Ja, ich will zum Schmied gehen — und,wenn ich mir seine Freundschaft erhalte, den alten Simonauslachen. St. Ringan bringe mich sicher durch diese Nacht,und ich will mir die Zunge lieber ausreißen, eh' sie meinenKopf wieder in solche Gefahr bringen soll! Jener alte Burscheglich, als sein Blut wallte, eher einem Menschen, der Büffel-koller durchhaut, als einem Gemsfellschneider."
Mit diesen Betrachtungen wandelte der gewaltige Olivereilig, doch so geräuschlos wie möglich, nach dem Wynd, wo,wie unsere Leser wissen, der Schmied seine Wohnung hatte.Aber das böse Geschick ließ nicht ab, ihn zu verfolgen. Als