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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Dwining wagte nichts mehr zu sagen, sondern goß einigeTropfen aus einer Phiole, die er aus der Tasche nahm, ineinen kleinen Becher voll Wein mit Wasser gemischt.

..Dieser Trank," sagte der kunstreiche Mann,soll Eucheinen Schlaf schenken, der nicht unterbrochen werden darf."

Wie lange wird er währen?" fragte der Ritter.

Der Zeitraum der Wirkung ist ungewiß vielleicht bismorgen."

Vielleicht für immer," sagte der Kranke.Sir Apotheker,kostet mir sogleich diesen Trank, sonst geht er nicht über meineLippen."

Der Arzt gehorchte ihm mit verächtlichem Lächeln.Ichwürde gern das Ganze austrinken; aber der Saft dieses in-dischen Gummi's bringt eben so gut dem gesunden, wie demkranken Menschen Schlaf, und der Beruf des Arztes will,daß ich munter sei."

Ich bitt' Euch um Verzeihung, Herr Arzt," sagte Ra-mornp, die Augen niedcrschlagcnd, als schäme er sich, Arg-wohn gezeigt zu haben.

Es ist keine Verzeihung nöthig, wo man sich nicht beleidigtfühlen kann," antwortete der Arzt-Ein Insekt muß einemRiesen danken, daß er nicht darauf tritt. Doch, edler Ritter,Insekten wissen so gut zu schaden, als Aerzte. Was würde esmir, außer einem unruhigen Augenblicke, gekostet haben, denBalsam zu vergiften, den ich auf Eure Wunde legte und dadurchEuern Arm bis zur Schulter brandig und Euer Blut zu einerverdorbenen Gallerte zu machen? Wer hatte mich gehindert nochfeinere Mittel anzuwenden, und Euer Gemach mit Essenzen zuvergiften, vor denen das Lebenslicht immer dunkler und dunklerflackert, und zuletzt wie eine Kerze im trüben Dunst einer un-terirdischen Höhle erlischt? Ihr achtet meine Macht zu gering.