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wenn Ihr nicht wißt, daß meine Kunst mir noch mächtigereZerstörungskreise leiht; aber der Arzt tödtet den Kranken nicht,von dessen Großmuth er lebt; und zumal den, dessen Nase dieHoffnung der Rache athmet, den geschworenen Verbündeten,der seinen eigenen Plan begünstigt, wird er noch weniger ver-nichten. — Doch, noch ein Wort; — sollte es nöthig werden,Euch zu wecken — denn welcher Mann in Schottland kann sichacht Stunden ununterbrochen Ruhe versprechen? — dann riechtan die starke Essenz, welche diese Büchse enthält- — Und nunlebt wohl, Herr Ritter; und könnt Ihr Euch mich nicht alseinen Mann von strengem Gewissen denken, so erkennt zummindesten meine Vernunft und meinen Scharfsinn an-"
Mit diesen Worten verließ der Apotheker das Gemach,indem seine gewöhnliche, niedrige und kriechende Miene etwasveredelt erschien, wie im Bewußtsein eines Sieges über seinengebieterischen Kranken.
Sir John Ramorny blieb zurück, in unangenehme Be-trachtungen versunken, bis er die unwirklichen Wirkungen deseinschläfernden Trankes zu empfinden begann. Er raffte sichfür einen Augenblick empor und rief seinen Pagen-
„Eviot! holla! Eviot! — ich habe unrecht gethan, michdiesem giftigen Quacksalber so weit zu entdecken — Eviot!"
Der Page trat ein.
„Ist der Apotheker fort?"
„Ja, Euer Gnaden."
„Allein oder in Begleitung?"
„Bonthron sprach leise mit ihm und folgte ihm fast aufdem Fuße — auf Euer Gnaden Befehl, denk' ich."
„Leider, ja! — er geht, um einige Heilmittel zu holen —er wird bald zurückkehren. Wenn er betrunken ist, so laß ihnnicht in mein Gemach und dulde nicht, daß er mit Jemand
Mädch. e. Perth. II. S