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an einem verwundeten Löwen üben, als an John von Ra-morny!" sagte der Ritter, sich in unbezähmbarem Zorn auf-richtend. „Schurke! thu' Deine Pflicht; und bedenke, daß ich,wenn meine Hand keinen Dolch mehr fassen kann, über hun-dert andere gebieten kann."
„Der Anblick einer einzigen zornig erhobenen wäre genü-gend," sagte Dwining, „die Lebenskraft Eures Chirurgen zuvernichten. Aber wer," fügte er dann in einem halb ein-schmeichelnden, halb höhnischen Tone hinzu, „wer würde danndie heiße und brennende Qual lindern, die mein Gönner jetztleidet, und die ihn selbst gegen seinen armen Diener aufbringt,weil er die Regeln der Hcilkunst erwähnt, die ohne Zweifelgegen die Kunst, Wunden zu schlagen, so verächtlich ist?"
Dann, als wage er nicht länger mit der Laune des gefähr-lichen Kranken zu spielen, machte sich der Arzt ernstlich daran,die Wunde zu salben und legte einen wohlriechenden Balsamdarauf, dessen Duft das Zimmer durchströmte und statt derrennenden Hitze eine erquickende Kühlung ertheilte; dieserWechsel war dem ficbergtühenden Kranken so angenehm, daß,wie er vorher vor Schmerz gestöhnt, er nun nicht umhin konnte,vor Verqnügen zu seufzen, während er aus sein Kiffen zurück-sank, um der Ruhe zu genießen, welche der Verband bewirkte.
„Eure ritterliche Herrlichkeit weiß nun, wer Euer Freundst," sagte Dwining; „hättet Ihr einem raschen Antriebe nach-gegcben und gesagt: „schlagt mir den werthlosen Quacksalbertodt," wo würdet Ihr dann in den vier Meilen Britanniensden Mann gefunden haben, der Euch solche Linderung brachte?"
„Vergeßt meine Drohungen, guter Arzt," sagte Ramorny,„und hütet Euch, mich in Versuchung zu führen. Ein Mannwie ich will keinen Scherz über seine Qualen. Behalte DeineSpöttereien für die Elenden im Spital."