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Herrschaft, und wer sie erlangt, wird mit dem König vonSchottland als Standesgenosse, nicht wie mit einem Höhernsprechen. Bete, daß der Steg Mac Jan zufällt, meine frommeKatharina, denn Du wirst für Einen beten, der Dich innigliebt."
„Ich will für das Recht beten," sagte Katharina; „odervielmehr, ich will bitten, daß überall Friede sei. — Lebtwohl, guter und trefflicher Vater Clemens; glaub', ich werdenie Deine Lehren vergessen — gedenke meiner in Deinen Ge-beten. — Aber wie wirst Du eine so mühsame Reise aus-haltcn können?"
„Sie sollen ihn tragen, wenn cs nöthig wird," sagteHektvr, „wofern wir weit gehen müssen, ohne ein Pferd fürihn zu finden. Aber Ihr — Katharina — es ist weit vonhier nach Perth. Laßt mich Euch bis dorthin begleiten, wieich gewohnt war."
„Wenn Ihr so wäret, als Ihr gewohnt wäret, so würdeich Eure Begleitung annehmen. Aber goldne Schnallen undArmbänder find gefährliche Gesellschaft, wenn die Lanzen vonLiddesdale und Annandale so dicht auf der Straße reiten, wiedie Blätter am Allerheiligenfest; und zwischen HochlandtartanSund Stahlharniftben findet keine friedliche Begegnung statt."
Sie wagte diese Bemerkung, da fie glaubte, daß der jungeEachin die Gewohnheiten noch nicht ganz hinter sich hatte, dieer in seinem uiedern Stande angenommen, und daß, obwohler kühne Worte brauchte, er doch nicht tollkühn genug seinwürde, der Ueberzahl Trotz zu bieten, die ihm begegnet wäre,wenn er sich der Stadt genähert hätte. Sie schien richtig ge-urtheilt zu haben, denn nach einem Abschied, wobei fie es da-hin brachte, daß statt ihres Mundes ihre Hand geküßt wurde,nahm fie allein ihren Weg nach Perth und sah die Hochländer,