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Euch reiner und edler werden wird, und daß die Lehre, dieer von mir über die Verderbniß der Kirche und der Zeit er-halten hat, in sein Herz dringen und Früchte darin erzeugensoll, worüber die Welt staunen und sich frenen wird; wofernnur Dein Mund ihm die nämlichen Lehren wiederholt. AlteProphezcihungen sagen, daß Rom durch die Rede eines Wei-bes fallen soll."
„DaS sind Träume, Vater," sagte Katharina; „die Traum-gebilde eines Mannes, dessen Gedanken zu viel bei bessernGegenständen weilen, als daß er über die gemeinen Angele-genheiten der Erde richtig urtheilen könnte. Wenn wir langein die Sonne gesehen haben, so kann uns alles Andere nurundeutlich erscheinen."
„Du bist zu vorschnell, meine Tochter," sagte Clemens,„und ich will Dich davon überzeugen. Die Aussichten, dieich Dir eröffnen will, würden sich nicht für ein Gemüth zie-men, welches geringem Sinn für Tugend oder mehr Ehrgeizbesäße. Vielleicht ist cü selbst unpassend, sie vor Dir zu ent-falten; aber mein Vertrauen auf Deine Klugheit und DeineGrundsätze ist stark. Wisse denn, daß eS sehr wahrscheinlichist, die Kirche von Rom werde das Bündniß lösen, das sieselbst schuf, und die Ehe des Herzogs von Rothsay mit Mar-jory Douglas aufheben."
Hier hielt er inne.
„Und wenn die Kirche Macht und Willen hat, dies zuthun," erwiderte das Mädchen, „welchen Einfluß kann dieScheidung des Herzogs von seinem Weibe auf das Geschickder Katharina Glover haben?"
Sie blickte den Priester bei diesen Worten ängstlich anund cs machte ihm, wie es schien, einige Mühe, seine Antwortzu finden, denn er blickte zu Boden, während er ihr erwiderte: