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„Was that Schönheit für Katharina Logic? Wenn unSunsre Vä>er nicht falsch berichtet haben, so ließ sie sie den ThronDavid Bruce's theilen."
„Lebte sie glücklich, oder starb sie betrauert, guter Vater?"fragte Katharina in demselben ruhigen und festen Tone.
„Sie brachte ihr Bündniß aus weltlichem und vielleichtsündlichem Ehrgeiz zu Stande," erwiederte Vater Clemens;„und sie fand ihren Lohn in Eitelkeit und Unruhe res Geistes.Hätte sie aber in der Absicht geheirathet, daß das gläubigeWeib den ungläubigen Gemahl bekehren oder den Zweifeln-den stärken solle, was wäre dann ihr Lohn gewesen? Liebeund Ehre auf Erden und ein Erbtheil im Himmel bei Kö-nigin Margaretha und den Heldinnen, welche die Pflegemüt-ter der Kirche waren."
Bisher hatte Katharina auf einem Steine zu den Füßendes Priesters gesessen, und sie blickte dabei zu ihm empor, wennsie hörte oder redete; jetzt aber, als wäre sie durch das Ge-fühl einer zwar ruhigen aber bestimmten Mißbilligung begei-stert, stand sie auf, und die Hand gegen den Mönch aus-streckend, während sie sprach, redete sie ihn mit einer Mieneund einem Tone an, die einem Cherub hätten gehören können,der so schonend als möglich die Gefühle des Sterblichen be-klagt, dessen Jrrthümer er tadeln soll:
„Und ist es wirklich so?" sagte sie, „und kann so viel vonden Wünschen, Hoffnungen und Vorurtheilen der elenden Weltihn beschäftigen, der vielleicht morgen berufen wird, sein Lebenzu beschließen dafür, daß er sich der Verderbniß einer entartetenZeit und gesunkenen Priesterschaft widcrsetzte? Ist es der tu-gendhafte, der strenge Vater Clemens, der seinem Kinde räth,nach einem Throne und einem Bette zu streben, die nur durcheine niedrige Ungerechtigkeit gegen die frei werden können, die