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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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geschlechls; und ich las nie in der heiligen Schrift, was Men-schensaßungcn seitdem geltend machten in Betreff der höhernWürde des ehelichen Standes. Ader ich bin eifersüchtig aufDich, mein Kind, wie ein Vater auf seine einzige Tochter, da-mit Du Dich nicht einem Deiner Unwürdigen hingidst. Ichweiß, daß Dein Vater, minder schwierig, als ich es Deinet-wegen sein würde, die Bewerbungen des tapfer» und muthi-gen Tollkopfs, den sie Harry vom Wynd nennen, billigt. Erist reich, das mag sein, aber er liebt eitle und wüste Gesell-schaft ist ein gemeiner Klopffechter, der Menschenblut wieWasser vergossen hat. Kann ein solcher ein passender Ge-fährte für Katharina Glover sein? und doll, sagt das Ge-rücht, daß sie bald verbunden werden würden "

Das Gesicht des schönen Mädchens von Perth ward baldblaß, bald roth, während sie hastig erwiderte:Ich denkenickt an ihn; zwar ist es wahr, daß jüngst einige Artigkeitenunter uns stattgcfunden haben, theils, weil er meines VatersFreund und dann, weil er, der Sitte der Zeit gemäß, meinValentin ist."

Dein Valentin, mein Kind?" sagte Vater Clemens.Undkann Deine Einsamkeit und Klugheit so sehr mit dem Zart-gefühl Deines Geschlechts Scherz treiben, daß Du Dich in einesolche Beziehung mit einem solchen Manne, wie dieser Hand-werker, stelltest? Meinst Du, daß dieser Valentin, ein from-mer Heiliger und christlicher Bischof, der er gewesen sein soll,je eine thörichte und unziemliche Sitte erfand, die ihren Ur-sprung wahrscheinlich in der heidnischen Verehrung der Floraund Venus hat, als die Sterblichen ihren Leidenschaften gött-liche Namen gaben und sie zu üben statt zu bezwingen strebten ?"

Vater," sagte Katharina in einem unzufriednercn Tone,als sie je gegen den Karlhäuser angenommen,ich weiß nicht,