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warum Ihr mich so hart wegen Beobachtung eines allgemei-nen Brauchs tadelt, den die Sitte gestattet und meines Va-ters Erlaubniß billigt? Es scheint mir nicht freundlich, daßIhr mich so herabsetzt."
„Vergib mir, Tochter," antwortete der Priester sanft,„wenn ich Dich beleidigte. Aber dieser Harry Gow oderSchmied ist ein wilder, zügelloser Mann, dem Ihr keinenaußergewöhnlichen Grad von Vertrauen und Aufmunterunggewähren könnt, ohne Euch noch schlimmerer BcurtheilungauSzusetzen, — cs müßte denn allerdings Eure Absicht sein,ihn zu -eirathen, und zwar recht bald."
„Sprecht nicht mehr davon, mein Vater," sagte Katha-rina, „Ihr martert mich mehr, als Ihr es wünschen könnt;und ich könnte gereizt werden, anders zu antworten, als esmir ziemt. Vielleicht Hab' ich bereits Grund genug gehabt,zu bereuen, daß ich eine eitle Sitte beobachtete. Jedenfallsglaubt, daß mir Harry Schmied nichts gilt; und daß selbstder unbedeutende Umgang, der vom ValentinStag herrührte,völlig abgebrochen ist."
„ES freut mich, das zu hören, meine Tochter," erwiderteder Karthäuser; „ich muß nun über etwas Anderes mit Dirsprechen, was mich noch besorgter Deinetwegen macht. Dukannst nicht unbekannt damit sein, obwohl ich wünschte, eSwäre unnöthig, von einer so gefährlichen Sache zu reden,selbst unter diesen Felsen, Klippen und Steinen- Aber esmuß gesagt sein. — Katharina, Du hast einen Liebhaber un-ter Schottlands vornehmsten Söhnen?"
„Ich weiß es, Vater," antwortete Katharina ruhig. „Ichwollte, es wäre nicht so."
„Das wollt' auch ich," sagte der Priester, „wenn ich inmeiner Tochter nur das Kind der Thorheit sähe, wie die mei-
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