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für mich wünschte? Gewiß, es ist viel Einfluß für ein Mäd-chen über einen solchen wilden Bergbewohner."
Katharina erröthete und antwortete zögernd: „Wenn ichirgend Einfluß auf Conachar hatte, so ist der Himmel meinZeuge, daß ich ihn blos nützte, um sein trotziges Gemüth mitLen Regeln bürgerlichen Lebens zu befreunden. Es ist wahr,ich habe lange erwartet, daß Ihr, mein Vater, zur Flucht ge-nöthigt sein würdet, und daher halt' ich mit ihm verabredet,daß er mich an dieser Stelle treffen sollte, sobald er einenBoten mit einem Zeichen von mir erhielte, den ich gesternabgefertigt habe. Der Bote war ein behender Jüngling sei-nes Clans, den er bisweilen brauchte, um Aufträge nach denHochlanden zu senden."
„Und soll ich demnach glauben, meine Tochter, daß dieserJüngling, der so schön von Gestalt, Dir nur insofern werthwar, als Du wünschtest, sein Gemüth zu erleuchten und seineSitten zu bilden?"
„So ist cs, mein Vater, und nicht anders," antworteteKatharina; „und vielleicht war es nicht gut, so vertraulich mitihm zu sein, selbst zu seinem Unterricht und seiner Besserung.Aber weiter erstreckte sich unser Umgang nie."
„Dann Hab' ich mich geirrt, meine Tochter; denn ichglaubte neuerdings an Dir einen Wechsel Deines Vorsatzesund einige verlangende Blicke auf diese Welt bemerkt zu ha-ben, die Du einst zu verlassen entschlossen warst."
Katharina senkte das Haupt und erröthete tiefer denn je,während sie sagte : „Ihr selbst, Vater, pflegtet mir die An-nahme des Schleiers zu widerrathen."
„Auch billige ich sie jetzt noch nicht, mein Kind," sagteder Priester. „Die Ehe ist ein ehrbarer Stand, bestimmt vomHimmel als geziemendes Mittel zur Fortpflanzung des Menschen-Mädch. v. Perkh. II. 3