ich es für ein Zeichen nehmen, daß ich noch eine Pflicht zuerfüllen habe. Aber wenn es meines Herrn Wille ist, so weißEr, wie gern Clemens Blair ein elendes Leben aus Erdenniederlegen wird, in demüthiger Hoffnung auf einen glücklichenWechsel im Jenseits. — Aber warum blickst Du so ängstlichnach Norden, mein Kind? — Deine jungen Augen sind schär-fer als die meinen — flehst Du Jemand kommen?"
„Ich sehe, Vater, nach dem hochländischen Jünglinge, Co-nachar, der Dein Führer nach den Bergen sein wird, wo seinVater Dir eine» sichern, wenn auch rauhen Aufenthalt ge-währen kann. Dies hat er oft versprochen, wenn wir vonEuch und Euren Lehren sprachen — ich fürchte, er ist jetzt inGesellschaft, wo er sie bald vergessen wird-"
„Der Jüngling hat Funken der Gnade in sich," sagteVater Clemens; „obwohl die Leute seines Stammes meist zusehr ihren wilden und trotzigen Sitten ergeben sind, um mitGeduld die Beschränkungen der Religion oder gesellschaft-licher Gesetze zu ertragen. — Du hast mir nie erzählt, Toch-ter, wie dieser Jüngling, allen Gewohnheiten der Stadt wieder Berge entgegen, in Deines Vaters Hause, einen Aufent-halt fand?"
„Alles, was ich über diese Angelegenheit weiß," sagte Ka-tharina, „ist, daß sein Vater ein Mann von Ansehn unter je-nen Bergbewohnern ist, und daß er als eine Gunst von mei-nem Vater, der in seinem Geschäft mit ihnen zu thun hatte,verlangte, diesen Jüngling eine Zeitlang bei sich zu behalten,und es sind nur zwei Tage vergangen, seit sie sich trennten,als Conachar nach seinen Bergen heimkehrte."
„Und warum hat meine Tochter," forschte der Priester,„solch' eine Verbindung mit diesem Hochlandsjüngling unter-halten, daß sie zu ihm zu schicken wußte, wenn sie seinen Dienst