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Vierzehntes Kapitel.
Wollt Ihr gehn ins Hochland, Lizzy Lyndesoy,Gehr Ihr mit mir ins Hochland fort?
Wollt Ihr gehn ins Hochland Lizzy Lyndefay,Meine liebe Braut zu sein dort?
Alte Ballade.
Ein früheres Kapitel begann mit der königlichen Beichte;wir wollen nun dem Leser eine ähnliche Situation verführen,obwohl Schauplatz und Personen ganz anderer Art waren.Statt eines dunkeln gothischen Klostergemachs liegt eine derschönsten Aussichten in Schottland am Fuße des Berges Kin-noul vor uns gebreitet, und unter einem Felsen, der dieseAussicht nach jeder Richtung beherrscht, saß das schöne Mäd-chen von Perth, mit der Miene andächtiger Aufmerksamkeitden Lehren eines Karthäusermönchs in seinem weißen Gewändeund Scapulier lauschend, welcher seine Rede mit einem Gebetschloß, in welches seine Schülerin andächtig einstimmte.
Als sie ihre Andacht beendigt hatten, blieb der Priestereine Zeitlang sitzen, die Augen auf den herrlichen Anblick ge-heftet, dessen Schönheiten selbst die frühe und rauhe Jahres-zeit nicht beeinträchtigte, und so währte es einige Zeit, eb'er seine aufmerksame Gefährtin anredete.
„Wenn ich," sagte er endlich, „das reiche und mannigfacheLand betrachte, mit seinen Schlössern, Klöstern, Kirchen, statt-lichen Palästen, fruchtbaren Feldern, ausgedehnten Wäldern,und dem herrlichen Strome, so weiß ich nicht, meine Tochter,ob ich mehr die Güte Gottes, oder die Undankbarkeit der Men-schen bewundern soll. Er hat uns die Schönheit und Frucht-