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„Doch nicht, bevor Ihr eine Flasche Gascogncrwein ge-kostet habt, Mylord?" sagte der König.
„Verzeiht," erwicderte der Graf; „ich bin nicht durstigund ich trinke nicht aus Mode, sondern entweder aus Bedürf-niß oder Freundschaft." So sprechend, ging er fort.
Der König, als ob erleichtert durch seine Entfernung,wandte sich an Albany und sagte: „Und nun, Mylord, soll-ten wir unfern jungen Rothsay hier ausschelten; er hat unüaber so gut im Rathe gedient, daß wir seine Verdienste alsSühne seiner Thorheitcn nehmen können."
„Mich freut, das zu hören," antwortete Albany mit einerMiene voll Mitleid und Ungläubigkeit, als wüßte er nichtsvon den vermeinten Diensten.
„Ei, Bruder, Ihr seid befangen," sagte der König; „dennich will nicht glauben, daß Ihr eifersüchtig seid. BemerktetIhr nicht, daß Rothsay der Erste war, der die Art, wie dieHochlande zu beruhigen, angab; was Eure Erfahrung aller-dings in eine bessere Form brachte und was allgemein gebil-ligt ward? — und selbst jetzt hätten wir uns getrennt, einenHauptgegenstand unerwogen lassend, hätte er uns nicht anden Streit mit den Bürgern erinnert."
„Ich zweifle nicht, mein König," sagte der Herzog vonAlbany mit dem beipflichtenden Tone, der, wie er sah, erwar-tet wurde, daß mein königlicher Neffe bald mit seines VatersWeisheit wetteifern wird."
„Oder," sagte der Herzog von Rothsay, „ich kann es viel-mehr leichter finden, von einem andern Gliede meiner Familieden glücklichen und bequemen Mantel der Heuchelei zu lei-hen, der alle Laster deckt; und dann kommt es wenig daraufan, ob sie vorhanden sind oder nicht."
„Mylord Prior," sagte der Herzog, den.Dominikaner an-