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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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redend,wir bitten Ew. Ehrwürden, uns einen Augenblickallein zu lassen. Der König und ich haben dem Prinzen Etwaszu sagen, was keinen andern Zuhörer, selbst Euch nicht, zuläßt."

Der Dominikaner verbeugte sich und ging.

Als die beiden königlichen Brüder und der Prinz alleinwaren, schien der König im höchsten Grade verlegen und be-trübt; Albany düster und gedankenvoll; Rothsay bemühte sichindeß, einige Besorgniß unter dem gewöhnlichen Anschein vonLeichtsinn zu bergen.' Es herrschte ein minutenlanges Schwei-gen. Endlich sprach Albany:

»Königlicher Bruder," sagte er,mein fürstlicher Neffenimmt jede Ermahnung, die aus meinem Munde kommt, mitso viel Mißtrauen auf, daß ich Eure Majestät selbst bittenmuß, sich die Mühe zu nehmen und ihm zu sagen, was erjedenfalls wissen muss"

ES muß wohl eine unerfreuliche Mittheilung sein, dieMylord von Albany nicht in verzuckerte Worte hüllen kann,"sagte der Prinz.

Still mit Deiner Frechheit, junger Mann," antworteteder König erzürnt.Ihr fragtet soeben nach dem Streitemit den Bürgern Wer veranlaßte diesen Zwist, David?Welche Leute waren es, die das Fenster eines friedlichen Bür-gers und Unterthans erstiegen, die Nacht mit Fackeln und Ge-schrei störten und unsre Unterthanen in Gefahr und Schreckensetzten?"

Mehr in Furcht als Gefahr, denk' ich," antwortete derPrinz;aber wie kann ich vor allen Andern sagen, wer dienächtliche Störung machte?"

Einer von Deinem Gefolge war dabei," fuhr der Königfort;ein Mann des Belial, den ich zu gebührender Strafeziehen lassen werde."