Einfältigen irre leiten, dem heiligen Vater und seinen ehr-würdigen Vorgängern zum Trotze."
„Laßt den Grafen von Douglas königliche Vollmacht hierzuerhalten," sagte Aldany; „und laßt keine Ausnahme von seinerGerichtsbarkeit stattfinden, außer was die königliche Personbetrifft. Was mich selbst anlangt, obwohl ich gewiß bin, nie,weder in That noch Gedanken, eine Lehre, welche die heiligeKirche nicht billigt, angenommen oder begünstigt zu haben,würde doch erröthen, eine Freiheit aus dem königlichen Blutevon Schottland herzuleiten und in Anspruch zu nehmen, ausFurcht, den Schein auf mich zu werfen, als suchte ich Zufluchtwegen eines so schrecklichen Verbrechens."
„Ich will damit nichts zu thun haben," sagte Douglas;„gegen die Engländer und den Verräther March zu ziehen istBeschäftigung genug für mich. Ueberdtes bin ich ein achterSchotte und will nicht, daß die schottische Kirche sich noch mehrunter Roms Joch beuge, und die Krone eines Barons sichvor der Bischofsmütze und Kapuze demüthige. Also, edlerHerzog von Albany, setzt nur Euren Namen in die Vollmacht,und ich bitte Euer Gnaden, den Eifer der mit Euch verbun-denen Glieder der heiligen Kirche zu mäßigen, daß man dieGrenze nicht überschreitet; denn der Geruch eines Scheiter-haufens am Tay würde Douglas zurückführen von den Mauernvon Jork."
Der Herzog beeilte sich, den Grafen zu versichern, daß dieVollmacht mit Milde und Mäßigung vollzogen werden sollte.
„Ohne Frage," sagte König Robert, „muß die Vollmachtumfassend sein; und vertrüge es sich mit der Würde derKrone, so wollten wir selbst uns ihrer Gerichtsbarkeit nichtentziehen. Wir hoffen jedoch, daß, während die Blitze derKirche gegen die schnöden Urheber dieser abscheulichen Ketze-