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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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Rothsay, mein unglücklicher Sohn!" rief der König.Bist Du rasend? oder willst Du das volle Ungewitter desMißfallens eines Königs und Vaters auf Dich lenken?".

Ich bin stumm," erwiderte der Prinz,auf Eurer Ma-jestät Befehl."

Nun wohl, Mylord von Albany," sagte der König,daEuer Rath so ist, und da schottisches Blut fließen muß, wie,ich ditt' Euch, sollen wir jene wiloen Leute dahin bringen,daß sie ihren Zwist, wie Ihr vorschlagt, schlichten?"

Das, mein König," sagte Albany,muß das Ergcbnißreiferer Erwägung sein. Aber das Werk wird nicht schwierigsein. Gold wird nöthig sein, um einige der Barden, der vor-züglichen Räthe und Wortführer zu bestechen. Den Häuptlin-gen beider Bündnisse aber muß man andeuten, daß, wofernsie nicht auf diese freundliche Anordnung eingehen"

Freundliche, Bruder?" sagte der König mit Nachdruck.

Ja, freundliche, mein König," erwiderte sein Bruder,da es besser wäre, das Land erlangte Frieden auf Kosten etlicherzwanzig Hochländer, als daß der Krieg fortdauerte, bis ebenso viele Tausend Menschen durch Schwert, Feuer, Hunger undalle Nebel des Bürgerkriegs umgekommen sind. Um auf un-fern Plan zurückzukommen, so denk' ich, die erste Partei, wel-cher der Vorschlag gemacht wird, nimmt ihn mit Freuden an,und die andere schämt sich dann der Weigerung, ihre Sacheder Tapferkeit der muthigsten Krieger anzuvcrtrauen. Haßund Eitelkeit werden sie hindern, unsere Beweggründe zu er-rathen, und sie werden hitziger sein, sich in Stücke zu hauen,als wir, sie aufzumuntern. Bis ich jedoch meinen Zweck soweit erreicht habe, daß mein Rath von Nutzen sein kann, willich mich zurückziehen."

Wartet noch einen Augenblick," sagte der Prior,denn

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