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ich Edelleute im Streite Blut vergießen, ohne daß ich wünschte,es mit meinem eignen zu sühnen."
„Aber, mein gnädiger Herr," sagte der Prior, „es scheint,wenn wir ein Verfahren, wie das des Lord Albany nicht gut-heißen, so müssen wir zu dem des Douglas unsre Zufluchtnehmen; wir müssen dann, auf Gefahr einer zweifelhaftenSchlacht und mit der Gewißheit, viele treffliche Unterthanenzu verlieren, das mittelst der Niederlandsschwerter thun, wasjene wilden Bergbewohner sonst mit ihrer eignen Hand voll-bringen. — Was sagt Mhlord Douglas zu der Politik desHerzogs von Albany?"
„Douglas," sagte der hochmüthige Lord, „rieth nie, daßEtwas durch Politik geschehe, was man mit offener Gewalterlangen kann. Er bleibt bei seiner Meinung, und ist bereit,an der Spitze seiner eigenen Leute, nebst denen der Baronevon Perthshire und von der Ebene in's Feld zu ziehen, umentweder diese Hochländer zur Vernunft oder Unterwerfungzu bringen, oder den Körper eines Douglas in ihren wildenEinöden zurückzulassen."
„Es ist ritterlich gesprochen, Mylord von Douglas," sagteAlbany; „und wohl möchte sich der König auf Euer uner-schrockenes Herz verlassen und auf den Muth Eurer entschlos-senen Gefährten. Aber seht Ihr nicht, wie bald Ihr anders-wohin gerufen werden könnt, wo Eure Dienste Eurem Königeund Schottland nützlicher sein werden? Habt Ihr nicht dasfinstre Gesicht gesehen, mit dem der ungestüme Graf Marchunfern Fürsten seiner Treue versicherte, so lange er Vasallder Krone Schottlands sei? und habt Ihr nicht selber ge-fürchtet, er möge beabsichtigen, sich England zu ergeben? An-dere, minder mächtige und berühmte Herren können sich mitden Hochländern messen; aber wenn March die Percy'S undMädch. v. Pcrth. II. 2