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am Galgen, der noch den Namen von dem Henker hat, derdas Werk dort verrichtete. Auf solche Weise muß man inmeiner Heimath mit Dieben umgehen; und wenn sanftereMittel bei solchen Schurken bessern Erfolg haben, so tadeltDouglas nicht, daß er seine Meinung sagte. — Ihr lächelt,Mvlord von Rothsap. Darf ich fragen, ob Ihr ein zweitesMal Euren Scherz mit mir treiben wollt, bevor ich Euch fürdas erste Mal geantwortet habe?"
„Ei, seid nicht böse, mein guter Lord von Douglas," er-widerte der Prinz; „ich lächelte nur bei dem Gedanken, wieEuer fürstliches Gefolge zusammenschrumpfen würde, wenn csjedem Diebe ginge, wie den armen Hochländern."
Der König mischte sich wieder ein, um eine zornige Ant-wort des Grafen zu verhüten. „Eure Herrlichkeit," sagte erzu Douglas, „räth weise, daß wir den Waffen vertrauensollen, wenn jene Leute gegen unsre Unterthanen auf die schöneglatte Ebene kommen; aber die Schwierigkeit ist, ihren Un-ordnungen Einhalt zu thun, so lange sie hinter ihren Bergenstecken. Ich brauche Euch nicht zu sagen, daß der Clan Chat-tan und der Clan Quhele große Verbindungen sind, jederaus mannigfachen Stämmen bestehend, die sich vereinigt ha-ben, im allgemeinen Kriege zu den Waffen zu greifen; nochjüngst haben ihre Zwistigkeiten allenthalben Blut vergossen,wo sie einander einzeln oder in Masse trafen. Das ganzeLand ist durch ihre rastlosen Fehden in Stücke gerissen."
„Ich kann das Schlimme davon nicht sehen," sagteDouglas; „die Schufte werden einander vernichten, und dasWild der Hochlande wird sich mehren, wie sich die Menschenvermindern. Wir werden als Jäger die Uebung gewinnen,die wir als Krieger verlieren."