ich sie erlangen soll. Inzwischen mag Euch, wenn Ihr imScherz redet, der Himmel verzeihen und Euch erleuchten, umzu begreifen, daß es Euch besser anstehen würde, mit EurenWaffen die Besitzthümer der Kirche zu schützen, die in so gro-ßer Gefahr sind, als Euren Witz im Scherz gegen ihre Die-ner zu erproben."
„Ich scherze gar nicht," sagte der junge Mann gähnend;„auch Hab' ick keine Abneigung, die Waffen zu ergreifen, nurdaß sie eine etwas beschwerliche Tracht sind und im Februarein Pelzmantel besser gegen das Wetter schützt, als ein Stahl-Harnisch. Und es ist mir so unangenehm, in diesem rauhenWetter eine kalte Rüstung anzulegen, daß ich wollte, die Kirchesendete eine Kompagnie ihrer Heiligen (auch gibt es ja einigeHochländische, die in jener Gegend wohl bekannt und sicher an'sKlima gewöhnt sind), um ihre eignen Schlachten zu kämpfen,gleich dem lustige» St. Georg von England. Ader ich weißnicht, wie cs zugeht, wir hören von ihren Wundern, wennman sie anredet, von ihrer Rache, wenn man das Gebiet derKirche verletzt, Alles nur, um uns zur Freigebigkeit anzu-regen, und gleichwohl, wenn nur eine Schaar von zwanzigHochländern kommt, sind Glocken, Bücher und Kerzen zunichts nutze und der geharnischte Baron ist genöthigt, dieKirche in Besitz der Ländereien zu erhalten, die er ihr gegebenhat, gleich als ob er noch die Früchte von ihnen ärnteie."
„Sohn David," sagte der König, „Du gestattest DeinerZunge eine ungebührliche Freiheit."
„Ei, Sir, ich bin stumm," erwiderte der Prinz. «Ichwollte Eure Hoheit gar nicht stören, auch dem Vater Priornichts Unangenehmes sagen, der, mit so viel Wundern zuseiner Verfügung, wie es scheint, einer Handvoll hochländi-scher Räuber nicht entgegentreten will."