Druckschrift 
15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

griffen sie zu Pferde an und würden den Streit bald beendigthaben, hätt' ich ihnen nicht bestimmt befohlen, sie sollten mirso ruhig folgen, als der schuftige Pöbel gestatten würde. Undso langten sie hier scheinbar als fliehende Leute an, währendsie, hätt' ich befohlen, Gewalt mit Gewalt zu vertreiben, dieelende Stadt an vier Ecken angezündct und die unverschäm-ten Bursche, gleich jungen Füchsen in einem brennendenDickicht, erstickt haben würden."

Es herrschte Stille, nachdem Douglas gesprochen hatte,bis der Herzog von Rothsap, seinen Vater anredend, ant-wortete:

Da der Graf von Douglas die Macht besitzt, die Stadtanzuzünden, wo Eure Majestät ihren Hof hält, sobald nurder Oberrichter und er wegen eines nächtlichen Tumults oderwegen der Ausdrücke eines Anschlags uneins sind, so solltenwir ihm wohl Alle recht dankbar sein, daß er nicht auch denWillen hat, also zu thun "

Der Herzog von Rothsay," sagte Douglas, der entschlos-sen schien, sich zu mäßigen,mag Grund haben, dem Himmelin einem ernsteren Tone zu danken, als er's jetzt thut, daßder Douglas ebenso treu als mächtig ist. Dies ist eine Zeit,wo sich die Unterthanen in allen Ländern gegen das Gesetz auf-lehnen; wir hörten von den Insurgenten der Zacquerie inFrankreich; von Jack Straw, Hob Miller und Pfarrer Ballbei den Engländern; und wir können überzeugt sein, daßBrennstoff genug da ist, um solches Feuer zu fangen, wennes sich zu unfern Grenzen erstreckte. Wenn ich sehe, wieBauern Edelleute fordern und Hände des Adels an ihr Stadt-kreuz nageln, so will ich nicht sagen, ich fürchte Meuterei das würde unwahr sein aber ich sehe sie kommen undwill ihr wohlbereitet entgegen treten."