20 »
samkeit zu schenken schien, ließ er im Vorbeigehen die Wortefallen, während er nach dem ersten Moment der Begegnungkeinen Blick weiter schenkte: — „Einen recht lustigen Feiertagfür Euch, Schmied! Wie, Du führst Dein Mühmchcn, diehübsche Mistreß Ivan Letham, mit ihrem Bündel vom Wasserherauf — gewiß erst von Dundee, nicht wahr? Ich hörte,daß man sie bei dem alten Schuster erwartete-"
Während er so sprach, sah er weder rechts noch links,dankte noch für ein „Gott grüß' Euch!" das ihm der Schmiedmehr zugemurmelt als gerufen, und verschwand auf seinemWege, wie ein Schatten.
„Hole mich der Satan, wenn ich diese Pille verschluckenkann," sagte Harry Schmied, „wie schön ste auch immer ver-goldet fein mag. Der Schuft hat ein scharfes Auge, wenn csWeiber betrifft, und kann eine wilde Ente von einer zahmenunterscheiden, so gut als irgend einer in Perth. — Er wäreder letzte in der guten Stadt, um saure Pflaumen für Birnenzu nehmen, oder meine dicke Muhme Ivan für dies phanta-stische Stück Eitelkeit. Mir ist, als hätt' ich ihn sagen hören:Ich will nicht sehen, was Ihr mir verbergen wollt — und erthut recht daran, da er sich leicht einen gebrochenen Schädelkaufen könnte, wenn er sich in meine Angelegenheit mischte —und daher wird er seinetwegen stumm sein. Aber wer kommtnun wieder? — Bei St. Dunstan! der schwatzhafte, prahle-rische, feige Schuft, Oliver Proudfute!"
ES war in der That der kühne Strumpfwirker, dem siezunächst begegneten, und der, die Mütze auf einer Seite unddie Weise des Liedchens,
„Du bleibst zu lang' beim Krug, Tom, Tom,"summend, deutlich anzeigte, daß er sein Mahl nicht trockengehalten hatte-Mäbch. v. Pcrth. I-
14