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die Folge redlicher Neigung, die ihn gänzlich von solchen un-gebundenen Freuden abgelenkt hatte. Er war daher mit Rechteifersüchtig auf seinen neuerworbenen Ruf der Beständigkeit,den sein Betragen gegen die arme Fremde dem Verdachteaussetzen konnte.— auch fürchtete er sich vielleicht selbst einwenig vor Versuchung — und besonders verzweifelte er dar-über, daß er so viel vom St. Valentinstage verlor, den derBrauch nicht nur erlaubte, sondern selbst verpflichtete, bei derGenossin des Jahres zuzubringen. Die Reise nach Kinsaunsund die mancherlei folgenden Vorgänge hatten den Tag weg-genommen und es war nun fast Vesperzeit.
Als könnte er durch eiligen Schritt die Zeit einbrinqcn,die er für einen Gegenstand verschwenden mußte, der jenem,welcher ihm am Herzen lag, so fremd war, ging er durch denDominikanergarten, betrat die Stadt und, indem er denMantel dicht um den untern Theil seines Gesichts schlug undzur Verhüllung des ober» die Mütze herunterzog, lief er mitder nämlichen Eile weiter durch die Straßen und Gäßchen,indem er sein HauS auf dem Wynd zu erreichen hoffte, ohnebemerkt zu werden. Als er aber seinen Weg so rasch zehnMinuten lang verfolgt hatte, begann er zu glauben, seinSchritt möchte für das junge Weib zu scharf sein. Er sahsich daher mit einer Art von Ungeduld um, die sich aber baldin Reue verwandelte, als er sie fast ganz erschöpft vor über-mäßiger Anstrengung sah.
«Ei, wahrlich, war' ich doch werth als wilde Bestie auf-gehängt zu werden," sagte Harry zu sich selbst. „Und hält'ich noch größere Eile, könnte das dem armen Geschöpf Flügelgeben? Und sie hat noch dazu Gepäck zu tragen! Ich bin einungeleckter Bär, das ist gewiß, sobald sich's um Weiber han-delt; und immer wcrd' ich Unrecht thun, wenn ich den besten