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„Fürchtet nichts, Sir Prior," sagte Douglas. „Ich ver-achte den kindischen Knaben zu sehr, als daß ich nur einenFinger gegen ihn erheben sollte. Aber ich will Beleidigungmit Beleidigung vergelten. — Hier, wer von Euch den Doug-las liebt, — jagt mir diese Bettlerin aus dem Hofe und laßtsie geiseln, damit sie sich bitterlich bis an ihr Ende erinnernmöge, daß sie einem unehrcrbietigen Knaben das Mittel gab,Douglas zu beleidigen!"
Bier oder fünf vom Gefolge traten sogleich vor, um Be-fehle zu vollziehen, die selten umsonst ertheilt wurden» undschwer würde Louise für ein Vergehen gebüßt haben, wozu siedie unschuldige, unbewußte und unfreiwillige Ursache war,wäre der Herzog von Rothsay nicht dazwischen getreten.
„Das arme Mädchen fortjagen!" sagte er mit tiefem Un-willen; „sie peitschen, weil sie meinem Befehl gehorchte! —Jage Deine eigenen unterdrückten Vasallen, roher Graf! —geisele Deine eigenen schlechten Hunde — aber hütet Euch,daß Ihr wie einen Hund den behandelt, dem Rorhsay dasHaupt streichelte, geschweige denn ein Mädchen, dessen Lip-pen er geküßt hat!"
Bevor Douglas eine Antwort geben konnte, die jedenfallsherausfordernd gewesen wäre, erhob sich jener große Tumultam äußern Klosterthor, den wir bereits erwähnten, und Män-ner zu Pferd und zu Fuß begannen hastig herein zu stürzen,nicht eigentlich unter einander fechtend, aber jedenfalls aufunfriedliche Weise.
Eine der streitenden Parteien waren, wie cs schien, Lanz-knechte des Douglas, kenntlich durch das Zeichen des blutigenHerzens, die andere Partei bestand aus Bürgern der StadtPerth. Es schien, daß sie außerhalb des Thores ernstlich ge-kämpft hatten, aber aus Ehrfurcht vor dem geweihten Boden