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neu Fuß auf die Spitze meines Stiefels und reich mir dieHand — so war's brav!" Er küßte sie, während sie so in derLuft schwebend auf seinem Fuße und von ihm gehalten, stand;und dabei sagte er: „Da ist Dein Kuß, und da ist meineBörse, ihn zu bezahlen; und um Dich ferner zu ehren, wirdRothsay Deinen Beutel für immer tragen." Er ließ das er-schrockene Mädchen auf den Boden spriffgen, und wandte seineBlicke von ihr, um sie verächtlich auf den Grafen Douglaszu lenken, als wollte er sagen: „Alles dies thu' ich trotz Euchund Eurer Tochter Ansprüchen."
„Beim heiligen Zaum von Douglas!" sagte der Graf,sich nach dem Prinzen drängend, „dies ist zu viel, unbärtigcrKnabe, ebenso weit entfernt von Verstand, als Ehre! Ihrwißt, welche Rücksichten Douglas' Hand zurückhalten, sonsthättet Ihr nimmer gewagt —"
„Könnt Ihr mit Schnellkugeln spielen, Mplord?" sagteder Prinz, eine Nuß auf das zweite Glied seines Zeigefingerslegend, und sie mit dem Daumen fortschnellend. Die Nuß trafDouglas' breite Brust, welcher einen furchtbaren Ausruf desZornes hören ließ, unartikulirt, aber ähnlich dem Gebrüll einesLöwen an Tiefe und Härte. „Ich bitt' Euch um Verzeihung,mächtiger Lord," sagte der Herzog von Rothsay höhnend, wäh-rend alle Anwesenden zitterten; „ich dachte nicht, daß Euchmeine Kugel verwunden könnte, da Ihr ein Büffelkleid tragt-Hoffentlich traf ich doch Euer Auge nicht?"
Der Prior, der, wie wir im letzten Kapitel sahen, vomKönig abgeschickt wurde, hatte sich indessen durch die Mengegedrängt, und indem er Douglas' Zügel auf eine Weise er-griff, daß er nicht vorwärts konnte, erinnerte er ihn, daß derPrinz der Sohn seines Souverains und der Gemahl seinerTochter sei.