senkten sie ihre Waffen, als sie eintraten und beschränkten ih-ren Streit auf einen Wortkrieg und Schimpfreden.
Der Tumult hatte die gute Wirkung, den Prinzen undDouglas in dem Augenblicke zu trennen, wo der Leichtsinn desEinen und der Stolz des Andern sie zur äußersten Heftigkeitgetrieben hatte. Aber von allen Seiten erschienen nun Frie-denstifter. Der Prior und die Mönche warfen sich unter denHaufen und geboten im Namen des Himmels und der Ehr-erbietung, die man heiligen Orten schuldig sei, bei Strafe derErcommunication, Frieden. Man gab ihren Bitten nach. DerHerzog von Albany, der von seinem Bruder gleich im Anfängedes Zankes abgeschickt worden war, kam in diesem Augenblickeherbei. Er wandte sich sogleich an Douglas und beschworihn leise, seine Hitze zu mäßigen.
„Beim -eiligen Zaum von Douglas, ich will Rache!" sagteder Graf. „Kein Mensch soll sich des Lebens freuen, nach-dem er Douglas beleidigt hat "
„Ei, so mögt Ihr Euch zu paffender Zeit rächen," sagteAlbany; „aber laßt Euch nicht nachsagen, daß der großeDouglas, wie ein zänkisches Weib, weder Zeit noch Ort zurRache zu wählen gewußt habe. Bedenkt, daß Alles, was wirgethan haben, auf dem Punkte steht, durch einen unseligenUmstand zerstört zu werden. Georg von Dunbar hat einegeheime Audienz bei dem guten Manne gehabt, und währtesie auch nur fünf Minuten, so furcht' ich, er hat den Königvermocht, eine Verbindung aufzulöscn, die wir mit so vielMühe zu Stande brachten. Die Bestätigung von Rom istnoch nicht erlangt."
„Ach Possen!" antwortete Douglas hochmüthig. — „Siewagen nicht, sie aufzulöscn."
„Nicht, so lange Douglas kraftvoll und im Besitze seiner