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den At-em an, damit ihnen nichts von dem, was vorginge,entgehen möchte.
Als der Herzog von Rothsay den Ausdruck sah, den diestrengen Züge Douglas' zeigten, und bemerkte, daß der Grafnicht die geringste Bewegung zu ehrerbietigem oder nur höf-lichem Gruße machte, schien er entschlossen, ihm zu zeigen, wiewenig er seine mißfälligen Blicke zu beachten geneigt sei. Ernahm die Börse von dem Kämmerer.
„Da, hübsches Kind," sagte er, „ich gebe Dir ein Gold-stück für das Lied, das Du mir gesungen hast, ein zweites fürdie Nüsse, die ich Dir entwendet habe, und ein drittes für denKuß, den Du mir geben wirst. Denn wisse, artiges Kind,wenn schöne Lippen (und Deine können in Ermangelung bessererso heißen) süße Musik zu meinem Vergnügen machen, so habeich St. Valentin geschworen, sie an die meinigen zu drücken."
„Mein Gesang ist fürstlich bezahlt," — sagte Louise, zu-rückbcbend; „meine Nüsse sind um einen guten Preis ver-kaüft — weiterer Handel, Mylord, würde für Euch nicht pas-sen und mir nicht ziemen."
„Wie, Ihr thut spröde, meine Nymphe von der Land-straße?" sagte der Prinz verächtlich. „Wißt, Mädchen, daßEuch Einer um eine Gunst bittet, der keine Weigerung ge-wohnt ist."
„Es ist der Prinz von Schottland — der Herzog vonRothsay" — sagten die Hofleute rings zu der erschrecktenLouise, das zitternde junge Weib vorwärts drängend; „Ihrmüßt ihn nicht böse machen."
„Aber ich kann Eure Herrlichkeit nicht erreichen," sagtesie schüchtern, „Ihr sitzt zu doch zu Rosse."
„Muß ich adsteigen," sagte Rothsay, „so wird die Bußeum so schwerer sein-warum zittert die Dirne? Stelle Dei-