Der Prinz nahm eine Hand voll Nüsse heraus. »Nüsse,Kind! — sie werden Deine Elfenbeinzähne brechen — Deinerartigen Stimme schaden," sagte Rothsay, eine Nuß, gleicheinem Dorfschuljungen, mit den Zähnen aufknackend.
„Es sind nicht die Wallnüffe meiner sonnigen Heimath,Mylord," sagte Louise; „aber sie hängen tief und die Armenkönnen sie erreichen."
„Ihr sollt Etwas haben, was besser für Euch ist, meinarmes wanderndes Aeffchen," sagte der Herzog in einem Tone,worin mehr Gefühl lag, als in der gezierten und vornehmenArtigkeit seiner ersten Anrede.
In diesem Augenblicke, als er sich wandte, um von einemBegleiter seine Börse zu fordern, begegnete der Prinz demstrengen und durchbohrenden Blicke eines großen schwarzenMannes, der auf einem gewaltigen eisengrauen Hengste saß,und mit seinem Gefolge den Hof betreten hatte, während derHerzog von Rothsay mit Louise beschäftigt war. Jener bliebjetzt erstaunt und fast versteinert vor Ueberraschung und Zornbei dem unziemlichen Schauspiel. Wer auch den schwarzenDouglas noch nie gesehen hatte, der würde ihn an seinerschwarzbraunen Farbe, seinem riesigen Wuchs, seinem Kollervon Büffelhaut und seiner Miene voll Muth, Festigkeit undScharfsinn, vermischt mit unbändigem Stolze, erkannt haben.Der Verlust eines Auges in der Schlacht, obwohl beim erstenAnblick nicht bemerkbar, da der verletzte Augaplel dem andernähnlich geblieben war, gab dem ganzen Gesichte einen stren-gen und unbeweglichen Ausdruck.
Das Zusammentreffen des königlichen Schwiegersohnes mitseinem furchtbaren Schwiegervater geschah unter Umständen,welche die Aufmerksamkeit aller Anwesenden darauf lenkte, unddieZuschauer erwarteten den Erfolg mitSchweigen und hielten