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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
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gleichgiltig wiederholte:Nichts übereilt ich werde baldgenug den Ort crreicken, der mich ruft. Was ist das? einMädchen von der fröhlichen Kunst? Ja, bei St. Giles! undeine hübsche Dirne obendrein- Wartet, meine lustigen Leute;Mienesang ward nie durch mich gestört. Eine gute Stimme,bei allen Heiligen! Fang' das Lied von vorn an, meinLiebchen."

Louise kannte den Mann nicht, von dem sie angeredetward; aber die Achtung, die ihm Alle zollten und die leichteund gleichgiltige Manier, wie er sie ausnahm, zeigten ihr, daßsie von einem hochgestellten Manne angercdet wurde. Sie be-gann ihr Lied wieder und sang besser; der junge Prinz wurdegegen den Schluß der Ballade nachdenklich, aber er pflegte trau-rige Eindrücke nicht lange festzuhalten.Das ist ein traurigLied, mein nußbraunes Mädchen," sagte er, indem er der jungenSängerin unter's Kinn griff und sie beim Kragen ihres Klei-des hielt, was nicht schwer war, da er dicht neben den Stufen,wo sie stand, zu Pferde saß.Aber ich wette, Ihr habt fröh-lichere Lieder, ma bell» tenebrosa; ja, und könnt in einerLaube so gut singen, als im Freien, und bei Nacht so gut,als bei Tage."

Ich bin keine Nachtigall, Mylord," sagte Louise, die sichbemühte, einer Galanterie zu entgehen, die schlecht für Ortund Umstände paßte, eine Ungehörigkeit, wogegen er, der sieanredete, ganz gleichgiltig zu sein schien.

Was hast Du da, Liebchen?" setzte er hinzu, seine Handvom Kragen nach dem Beutel bewegend, den sie trug.

Louise war froh, von seiner Hand frei zu sein, indem sieden Knoten des Bandes löste und den kleinen Beutel in desPrinzen Hand ließ, wobei sic, weit genug zurücktretend, ant-wortete:Nüsse, Mylord, vom letzten Frühling."