empfangen; und wenn es unsrer-lieben Frau gefällt, werd'ich nicht minder für die Sicherheit der Person des Königssorgen, als sie für ihre eigene thun. Die Brandanen sinddes Königs unmittelbares Gefolge und seine Leibwache, undhundert von ihnen ist nur eine schwache Bedeckung für einenKönig, da Ihr selbst, Mylord, so wie der Graf von Douglas,oft mit zehn Mal mehr reitet."
„Edler Herzog," erwiederte March, wenn es der Dienstdes Königs erfordert, kann ich mit zehn Mal so viel Leuten,als Ihr nanntet, reiten; nie aber that ich es in verrätheri-scher Absicht gegen den König, oder aus Stolz, um es an-dern Edeln zuvorzuthun."
„Bruder Robert," sagte der König, der immer eifrig Frie-den zu stiften suchte, „Ihr thut Unrecht, einen Verdacht gegenMylord von March anzudeuten; und Ihr, Vetter March, laßtder Weisheit meines Bruders keine Gerechtigkeit widerfahren.—Aber hört — um dies mißliche Gespräch zu unterbrechen —ich vernehme keinen ungefälligen Gesang. Ihr kennt die fröh-liche Kunst, Mylord von March, und habt sie gern- — Tretetan jenes Fenster, neben den frommen Prior, an den wir keineFrage über weltliche Vergnügungen richten mögen; und darumsollt Ihr uns sagen, ob die Musik und der Gesang verdienen,gehört zu werden. Die Worte sind französisch, glaub' ich —meines Bruders von Albany Urtheil gilt in solchen Dingennichts — daher sollt Ihr, Vetter, uns sagen, ob die armeSängerin eine Belohnung verdient- Unser Sohn und Douglaswerden gleich hier sein, und dann, wenn unser Rath versam-melt ist, wollen wir ernstere Dinge verhandeln."
Mit einer Art von Lächeln auf seinem stolzen Gesicht gingMarch in die Fenstervertiefung und stand dort schweigend nebendem Prior, gleich Einem, der, während er des Königs Be-