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15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
166
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lieber meine Unterstützung hat Ew. Majestät stets zu ge-bieten," erwiderte Älbany;würde es aber mir unter allenandern Männern anstehen, Euch zu barten Maßregeln gegenEuren Sohn und Erben anzutreiben? Mir, auf den im Falledes Erlöschens Eurer königlichen Familie, was Gott verhüte,diese verhängnißvolle Krone übergehen würde? Würde nichtder gewaltthätige March und der stolze Douglas sagen unddenken, Albany habe den Samen der Zwietracht gestreut zwi-schen seinen Bruder den König und den Erben des Thronesvon Schottland, um zu diesem den Weg seinem eigenen Hausezu bahnen? Nein, mein König ich kann Eurem Dienstemein Leben opfern, aber ich darf meine Ehre nicht in Gefahrbringen."

Ihr habt Recht, Robin, Ihr habt sehr recht," erwiderteder König, der sich beeilte, den Worten seines Bruders seineeigene Deutung zu geben.Wir dürfen nicht dulden, daß diesemächtigen und gefährlichen Lords merken, es sei ein Zwiespaltin der königlichen Familie. Das ist vor Allem zu verhüten, unddaher wollen wir noch ein Mal Nachsicht versuchen in derHoffnung, Rothsay von seinen Verirrungen zurückzubringen.Ich bemerke manchmal an ihm Funken von Verstand, die ihnliebenswürdig machen; er ist jung, sehr jung, er ist Prinz unddas wilde Feuer der Jugend lodert bei ihm noch in vollerKraft. Wir wollen Geduld mit ihm haben, wie ein guter Reitermit einem unlenksamen Roß. Laßt diesen leichten Sinn auSto-ben, und Niemand wird dann zufriedener mit ihm sein, alsIhr- Ihr habt mir schon manchmal vvrgeworfen, ich sei zuzurückgezogen, zu still, Rothsay hat diese Fehler nicht."

Ich wette mein Leben, daß er sie nicht hat," antworteteAlbany trocken.

Und es mangelt ihm ebenso wenig Verstand, als Leben-