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hegte, der freilich viel fester war, als sein eigener; daß Dou-glas ihm eine fast instinktmäßige Furcht cinflößte, und daß eran der Treue des kühnen, aber unbeständigen Grafen von Marchzweifelte. Die Empfindungen, die er gegen diese verschiedenenPersonen hegte, verflossen so in einander, daß sie von Zeitzu Zeit ganz anders erschienen, als sie wirklich waren. Derletzten Gewalt, die über sein lenksames Gemüth auSgeübtworden war, nachgebend, wurde der König, nachdem er einnachsichtiger Vater gewesen, streng und selbst grausam, seinVertrauen auf seinen Bruder verwandelte sich in Mißtrauenund der sonst so sanfte, gütige Monarch zeigte sich als eifer-süchtigen, eigennützigen Tyrannen. Wie das Kamäleon trugsein schwaches Gemüth die Farbe des stärkern Geistes, von demer sich für den Augenblick lenken ließ. Wenn er dem Ratheeines Gliedes seiner Familie nicht mehr folgte, um sein Ohrdem eines Andern zu erschließen, so war es nicht ungewöhn-lich, eine gänzliche Aenderung der Verwaltung eintreten zusehen: ein Wechsel, eben so unehrenvoll für den Charakterdes Königs, als gefährlich für das Wohl des Staates.
Eine natürliche Folge war, daß die Geistlichkeit der katho-lischen Kirche Einfluß auf einen Mann erlangte, der die bestenAbsichten hatte, aber dabei einen gänzlichen Mangel an festenEntschlüssen. Es quälte Robert nicht nur das peinliche Bewußt-sein der Fehler, die er wirklich begangen hatte, sondern auchdie Furcht, die ein abergläubisches Gemüth immer mit Bangig-keit erfüllt. Wir brauchen daher kaum noch hinzuzusetzen, daßdie Geistlichen der verschiedenen Orden keinen geringen Einflußauf einen so schwachen Fürsten ausübten, obwohl dies ein Ein-fluß war, dem in jener Zeit Wenige entgingen, so fest undentschlossen sie sich auch in ihren weltlichen Angelegenheitenzeigen mochten. — Wir kehren nun von dieser langen Abschwei-