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lieben konnte. Die einzige Entschuldigung, die man gegen denGrafen vor March vorbrachte, war, daß die Verlobung desPrinzen mit Elisabeth von Dunbar die Zustimmung des Par-laments nicht erhalten habe, und so langes diese Bestätigungfehle, Verträge der Art nicht bindend seien. Der Graf warsehr erbittert über den ihm und seiner Tochter angethanenSchimpf, und man glaubte allgemein, er stnne auf Rache,wozu ihm das Ansehn, in dem er an der englischen Grenzestand, leicht die Mittel leihen zu muffen schien.
Inzwischen machte der Herzog von Rothsay, ausgebracht,daß man seine Hand und seine Neigungen dieser Staatsin-trigue geopfert habe, seinem Mißvergnügen Luft, indem erseine Gemahlin vernachlässigte, seinen furchtbaren und gefähr-lichen Schwiegervater verachtete und selbst dem Ansehn desKönigs wenig Achtung bezeigte, auch gar keine der Vorstel-lungen seines Oheims Albany anhörte, den er als erklärtenFeind betrachtete.
Unter diesen Familienmißhclligkeiten, die sich auch auf seineRäthe und die Verwaltung erstreckten, so daß sich überall dieschlimmen Folgen der Uneinigkeit und des Zwiespalts zeigten,ließ sich der schwache König eine Zeitlang durch den Rath seinerGemahlin, der Königin Annabclla, einer Tochter des edlenHauses von Drummond, leiten. Mit hohem Scharfsinn undFestigkeit des Charakters ausgestattet, steckte sie dem Leichtsinneines Sohnes, der sie achtete, einigermaßen Schranken undhielt nicht selten den wankenden Sinn ihres königlichen Ge-mahls aufrecht. Aber nach ihrem Tode glich der Fürst einemSchiffe, das die Anker verloren hat und von entgegengesetztenStrömungen hin- und -ergeworfen wird. Man konnte sagen,daß Robert seinen Sohn leidenschaftlich liebte, daß er einefurchtsame Achtung gegen den Charakter seines Bruders Albany