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ein Bild von jenem waren. Da Robert nie große Neigung zusolchen Uebungen bewiesen hatte, so bedauerte er wahrschein-lich nicht sehr, bei dergleichen Sceuen keine Rolle spielen zukönnen. Aber dieser Unfall oder vielmehr die Folgen desselbensetzten ihn in den Augen eines stolzen Adels und eines kriege-rischen Volkes herab. Er mußte die wichtigen Regierungsge-schäfte bald einem Gliede seiner Familie, bald einem Andernuberlassen, manchmal mit dem Titel Reichsstatthalter, und stetsmit der solchem Range gebührenden Gewalt. Seine väterlicheLiebe hätte ihn wohl bestimmt, einen Theil derselben seinem äl-testen Sohne, einem talentvollen jungen Manne zu übertragen,den er zum Herzog von Rothsap ernannte, um ihm einen Rangzu verleihen, wodurch er dem Throne so nahe als möglich ge-bracht wurde; aber der junge Prinz hatte einen zu leichtenSinn und eine zu schwache Hand, um das Sceptcr mit Würdezu führen. Er liebte zwar die Macht, aber Vergnügungenwaren seine Hauptleidenschast, und zum Aergerniß des Volkeswar der Hof Zeuge mannichfacher Licbeshändel, die sich derPrinz gestattete, dessen Aufführung für die Jugend des Landesein Muster der Tugend und Ehrbarkeit hätte sein sollen.
Das ungebundene und ungebührliche Benehmen des Herzogsvon Rothsay war in der öffentlichen Meinung um so tadelns-werther, als er ein verheiratheter Mann war; obwohl Manche,auf die seine Jugend, Heiterkeit, Huld und GutmüthigkeitEinfluß hatten, der Meinung waren, daß gerade die Verhält-nisse seiner Ehe seinen Ausschweifungenzur Entschuldigung dienenkönnten. Sie erinnerten sich, daß seine Vermählung ganz dasWerk seines Oheims, des Herzogs von Albanp, gewesen war,durch den sich der schwache, blödsinnige König meist leiten ließ,und der, wie man allgemein glaubte, dem Geiste seines Bru-ders eine den Interessen undHoffnungcn des künftigen Thronerben