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hatte, aber sein Geist war minder abgehärtet. In einer Hin-sicht war er nur der muthige Bürger jener Zeit; stolz darauf,in der Kunst, die Waffen zu handhaben, sich ebenso auszuzeich-nen, wie in der, sie zu fertigen, hatte seine Eifersucht gegenHandwerksgenoffen, seine persönliche Stärke und Gewandtheitim Fechten ihn in viele Händel verwickelt, die ihn allgemeingefürchtet machten und ihm selbst manche Feinde zugezogcn hat-ten. Er verband jedoch mit diesen Eigenschaften die Güte undTreuherzigkeit eines Kindes und zugleich einehohe Einbildungs-kraft und Begeisterung, die mit seinen Arbeiten am Herde oderseinen Kämpfen wenig im Einklang zu stehen schienen. DasFeuer und Ungestüm, welches er aus alten Balladen geschöpfthatte, oder aus Romanzen, der einzigen Quelle von Allem, waser wußte, hatten ihn vielleicht zum Theil zu manchen seinerThaten begeistert, die für ihn häufig das Ansehn des Ritter-thums hatten. Zum mindesten war er überzeugt, daß seineLiebe zu der schönen Katharina eine Zartheit hatte, wie sie demnieder» Knappen geziemt hätte, der, wenn man der Balladeglauben will, mit dem Lächeln der ungarischen Königstochtergeehrt wurde. Seine Gefühle für sie waren eben so schwärme-risch, als hätten sie einen wahren Engel zum Gegenstände ge-habt; und daher glaubte der alte Simon und Alle, die ihnbeobachteten, seine Leidenschaft sei zu erhabener Art, als daßer sein Glück bei einem Mädchen machen könnte, das aus dem-selben Stoffe wie andere Sterbliche gemacht wäre. Sie irrtensich jedoch. So bescheiden und zurückhaltend Katharina war,besaß sie doch ein Herz, welches die Beschaffenheit und die Tiefeder Leidenschaft des Waffenschmieds fühlen und verstehen konnte;und ob sie nun diese crwiederte oder nicht, jedenfalls war sie dochauf die Anhänglichkeit des gefürchteten Harry Gow im Stilleneben so stolz, als cs die Heldin eines Romans auf die Gesell-